Pressemitteilung: Gärtner feiern in Schwabsberg Jubiläum

Der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Aalen feiert am 13. und 14. Oktober in der Jagsttalhalle und in der Schule in Schwabsberg sein 125-jähriges Bestehen. Darauf freuen sich im Lehrgarten beim Ellwanger Schloss die Vorstandsmitglieder (von links): Christiane Karger, Karl-Johann van Eeck und Franz Meyer. Sie haben auch die Festschrift verfasst.

Ellwangen   125 Jahre Verantwortung für Obst, Garten, Natur und Landschaft hat sich der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Aalen auf die Fahnen geschrieben und sieht dies auch als Verpflichtung für die Zukunft. Der 1893 gegründete Verein begeht sein Jubiläum am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Oktober, in Rainau-Schwabsberg: in der Jagsttalhalle, in der Schule, in zwei Zelten und auf dem angrenzenden Freigelände. Für die Öffentlichkeit ist am Sonntag von 10 bis 17 Uhr eine große Ausstellung mit rund 40 Ständen von Vereinen, Gewerbe und Kunst aufgebaut. Es gibt auch Vorträge und ein Kinderprogramm.

Das Vorstandsteam mit Christiane Karger, Karl-Johann van Eeck und Franz Meyer stellte bei einem Pressetermin am Freitag auf dem Ellwanger Schloss den Verein vor. Gegründet wurde der Verband am 7. Mai 1893 im „Adler“ in Abtsgmünd als Bezirksverein für Bienenzucht und Obstbau. Erster Vorsitzender war Schullehrer Jakob Elsäßer aus Adelmannsfelden. 1897 gab es im „Dreikönig“ in Aalen eine erste Obstausstellung. Die Vielfalt der Aufgaben und steigende Mitgliederzahlen führten dazu, dass am 8. Oktober 1912 zwei Vereine entstanden sind: der Verein der Bienenzüchter und der der Obstbauern. Aufgrund der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Obstbauvereine zunächst aufgelöst, und ab 1936 in die Kreis- und Ortsbauernschaften eingegliedert.

1949 zählte der Kreisverband Aalen 2537 Mitglieder in 48 Ortsvereinen. Ein Zeichen dafür, dass die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse in der Nachkriegszeit für die heimische Bevölkerung wichtig war. Ab 1963 wurden die Kreisobstbautage mit Ausstellungen organisiert. Auch gab es die Wettbewerbe „Unser Dorf soll schöner werden“. Durch den steigenden Wohlstand in den 1960er und 1970er Jahren fiel die Mitgliederzahl bis 1973 auf den Tiefstand von 1100 Mitgliedern, die Zahl der Ortsvereine ging aufgrund der Gemeindereform auf 22 zurück.

Heute geht es neben der Weiterbildung in allen Bereichen des Obst- und Gartenbaus auch um die Förderung der Gartenkultur. So engagieren sich die Obst- und Gartenbauvereine bei Blumenschmuck, Anlage und Pflege öffentlicher Grünflächen und bei der Streuobstpflege. Zu den Anliegen des Vereins zählen auch die Beratung zur Sortenauswahl bei Obst und Gemüse sowie im Bereich des allgemeinen Hobby-, Nutz- und Ziergartenbaus.

13 Vereins-Lehrgärten wurden angelegt. Die Themen der Kurse, Vorträge und Lehrgänge reichen von der Bestäubung bis zum Obstbaumschnitt, vom Bodenauftrag bis zur Schädlingsbekämpfung. In regelmäßigen Abständen wird gemeinsam mit dem Ostalbkreis eine Ausbildung zum Geprüften Obst- und Gartenfachwart angeboten.

Beim „Tag der offenen Gartentür“ gewähren private Gartenbesitzer den Besuchern Einblicke in ihre Hausgärten. Durch Aktionen im Kinderferienprogramm werden Kinder und Jugendliche für einen sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt sensibilisiert. Heute sind im Kreisverband rund 5300 Personen in 30 Mitgliedsvereinen organisiert.

 

 

Foto: Josef Schneider
Artikel: Schwäbische Zeitung (28.09.2018)